Radon - ein unbekanntes radioaktives Innenraumgas

Radon ist ein radioaktives Gas, das sich über den Untergrund bis hin zum Innenraum anreichert und das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken signifikant steigert. Durch das erneuerte Strahlenschutzgesetz wurde erstmalig ein verbindlicher Referenzwert eingeführt. Zusätzliche Maßnahmen gegen Radon müssen bei Neubauten ebenfalls berücksichtigt werden.

Grafik: Bundesamt für Strahlenschutz

Radon stellt in der natürlichen Umgebung keinerlei gesundheitliches Risiko für den Menschen dar, jedoch kann es sich in Kellern und Wohnräumen so stark ansammeln, dass der Mensch einer erheblichen Strahlenbelastung durch den Zerfall von Radon ausgesetzt wird. Der Zerfall von Radon gilt als die größte natürliche Strahlungsquelle auf unserer Erde und sollte nicht unterschätzt werden. Nach Schätzungen gehen etwa 10 % aller Fälle von Lungenkrebs auf Radon zurück.

Durch die Strahlung von Radon wird das Gesundheitsrisiko, insbesondere an Lungenkrebs zu erkranken, signifikant gesteigert. Es lassen sich bereits in Deutschland jährlich mehr als 1.900 Todesfälle auf Radon in der Innenraumluft zurückführen. Dadurch gilt Radon als die zweithäufigste Ursache für den Tod durch Lungenkrebs. Das radioaktive Radon ist besonders gefährlich, da es als unsichtbares, geruch- und gemackloses Gas unbemerkt in den Innenraum gelangt.

 

https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22151273

Radon produziert beim Zerfall radioaktive Folgeprodukte,
die sich als Feinstaubpartikel anlagern und durch die Lunge eingeatmet werden. Durch Undichtheiten in der Gebäudehülle dringt Radon in den Innenraum ein. Infolge unzureichender Wohnungslüftung und einer zunehmend luftdichteren Gebäudehülle kann sich Radon schneller im Innenraum anreichern.

In der natürlichen Umgebung kann Radon Werte von 1-30 Becquerel pro Kubikmeter erreichen. Durch die Ansammlung von Radon im Innenraum erhöht sich der Wert um ein Vielfaches. Werte von nur 100 Bc/m³ erhöhen das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken bereits um 10 bis 16 %. Mit einer zunehmenden Belastung erhöht sich auch das Risiko proportional um 30 bis 48 % bei Werten von 300 Bc/m³. Jährlich erkranken in Europa fast 20.000 Menschen an Lungenkrebs durch die Einwirkung von Radon.

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BAUDICHT EPDM - Das radonsichere Bauteil

Weil Radon gesundheitsgefährdend ist, gibt es gesetzliche Vorgaben darüber, wie dieser Gefahr vorgebeugt werden kann.

Grundsätzliches regelt das „Gesetz zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung“ (= Strahlenschutzgesetzt – StrlSchG). Es legt fest, dass zum konkreten Schutz der Bevölkerung die Bundesregierung Verordnungen erlassen darf (§ 123-1).

In der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) regelt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in § 154 „Maßnahmen zum Schutz vor Radon für Neubauten …“.

Hier heißt es in Abs. 5, dass der Einsatz von „diffusionshemmenden, konvektionsdicht verarbeiteten Materialien oder Konstruktionen“ eine wirksame Maßnahme zum Radonschutz ist.

Hier kommt BAUDICHT EPDM ins Spiel.

BAUDICHT EPDM bietet Ihnen den Rundum-Schutz für ihr Bauwerk. Es dichtet nicht nur vollständig und langfristig gegen Feuchtigkeit ab, sondern bildet im Zusammenspiel mit der Betonsohle ein radonsicheres Bauteil.

Mit BAUDICHT EPDM ist Ihr Bauwerk von unten in einem Stück “eingepackt“. Das geschieht mit großflächigen Bahnen ohne Naht (ansonsten dem absoluten Minimum an Nahtverbindungen).

Mängel durch unsachgemäße Verlegung dünner Rollenware oder nicht fachgerechtem Auftrag von Beschichtungen können nicht auftreten.

Mit BAUDICHT EPDM ist und bleibt ihr Bauwerk dauerhaft dicht. EPDM ist auch über einen langen Zeitraum extrem dehnfähig und dauerhaft druckstabil sowie wurzelfest und beständig gegen Mikroorganismen.

Wählen Sie jetzt die sichere Seite und nutzen Sie das BAUDICHT-System für ein rundum sicheres Bauwerk.

Radonschutz beim Neubau - Was ist die beste Wahl?

Die erste Entscheidung. Der Radonschutz ist eine “geplante Nebenwirkung” der Bauwerksabdichtung BAUDICHT EPDM. Deren Vorteil besteht darin, dass die Bodenplatten und die aufgehenden Bauteile “von unten” eingepackt werden und alle Durchdringungen für Rohre und Kabel im System absolut wasserdicht angeschlossen sind. BAUDICHT EPDM wird großflächig nahtlos oder nur mit einem Minimum an Nähten verlegt und oberhalb der Oberkante des Geländes angeschlossen. Das Bauteil Sohle wird radonsicher. Bereits mit der Abdichtung gegen Bodenfeuchte ist Ihr Gebäude gegen die gesundheitsschädlichen Wirkungen des radioaktiven Gases geschützt.*

* Je nach Radonvorkommen in der Bodenluft sollten Zusatzvorkehrungen getroffen werden.

Die Nachteile der Wettbewerbssysteme

Auf dem Markt werden weitere Systeme angeboten, die in Bezug auf die Radondichtheit geeignet sind. Sie  bringen jedoch Nachteile im Hinblick auf die Verlegung bzw. auf die uneingeschränkte Eignung als Bauwerksabdichtung mit sich.

Unter der Bodenplatte verlegte Wettbewerbsfolien

Abdichtungen unter der Betonplatte sind generell die bessere Lösung: Sie bieten eine verlässliche Abdichtung von Durchdringungen der Bodenplatte (und der Kellerwände). Wasser kann gar nicht bis auf das Niveau der OK Kellerboden vordringen.

Diese Wettbewerbssysteme beruhen auf mehrlagigen Bahnen mit einer Aluminiumfolie und einer PE-Kaschierung (und einer Armierung).

Die Bahnen sind:

Produkt A

2,0 m breit mit einer Überlappung von 150 mm.

Die Nahtfügung erfolgt durch zwei Butylbänder unter der überlappenden Bahn und einem Abdeckband über dem Stoß.

Das ist aufwendig und aufgrund des hohen handwerklichen Anteils eine potentielle Schwachstelle.

Beispiel [2] : Grundfläche 8,0 x 10,0 m = 80 m²

4,3 Bahnen – Überlappungsverlust 6,45 m²

Nahtlänge: 4,3 x 10 m = 43 m (Faktor 0,53 m Naht / m² Grundfläche) – hoher Material- und Zeitaufwand. 

Produkt B

1,0m breit mit einer Überlappung von 50-100 mm.

Die Nahtfügung erfolgt durch Heißluft in der Nahtüberlappung. Das erhitzte und plastifizierte Material der Bahnenkante wird mit einem Spachtel verstrichen (nicht angerollt).

Beispiel [2] : Grundfläche 8,0 x 10,0 m = 80 m²

8,65 Bahnen – Überlappungsverlust ca. 6,00 m²

Nahtlänge: 8,65 x 10 m = 86,5 m (Faktor 1,08 m Naht / m² Grundfläche) – hoher Zeitaufwand.

 

Auf der Bodenplatte verlegt – Bituminöse Systeme

Bei bituminösen Systemen werden die Bahnen auf der Beton-Bodenplatte verlegt.

Aufsteigende Feuchtigkeit gelangt bis zur OK des Kellerbodens, durchfeuchtet den Beton und steigt an den Öffnungen der Durchdringungen hoch. Manschetten oder Formteile für diese kritischen Stellen werden nicht angeboten.

Die Systeme werden als „radondicht“ bezeichnet; Prüfberichte sind auf den Websites jedoch nicht veröffentlicht. In der Regel sind die Produkte für Anwendungen auf dem Dach konzipiert. Für die Verwendung als Bauwerksabdichtung und Radonschutz werden keine näheren Angaben oder Darstellungen angeboten.

Auf der Bodenplatte verarbeitet – mineralische Dichtschlämme

Ein System wird als Dickbeschichtung/Dichtschlämme angeboten.

Die Radondichtigkeit ist nachgewiesen (veröffentlichtes Prüfzeugnis). Grundierung (und ggf. zusätzlicher Hinterfeuchtungsschutz) sind Systembestandteile. Die Schichtdicke beträgt min. 1,1 mm; für die Funktion der Bauwerksabdichtung sind 3,0 mm erforderlich. Für die Radondichtigkeit werden meist mehr als 4 mm Trockendicke benötigt – hoher Materialverbrauch – hoher Zeitaufwand.


[2] Nur waagerecht, Nettofläche ohne Aufkantungen.

Quick-Links

Radon-Prüfzeugnis

Radon-Zertifikat

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Sohlenabdichtung

Sohlenabdichtung

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Kellerabdichtung

Kellerabdichtung Radon

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Bundesamt für Strahlenschutz

Baudicht Radon Flyer

Radon Info Flyer

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Kontakt

FAQ

Um den Radongehalt in der Raumluft zu senken hilft als Erstmaßnahme regelmäßiges Lüften, da Radon sich durch die luftdichte Gebäudehülle im Raum ansammeln kann.

Als nächstes wird bei Neubauten dazu geraten, nicht nur gegen Erdfeuchte sondern auch gegen Radonstrahlung aus dem Erdreich abzudichten.

In undichten Bestandsgebäuden wird dazu geraten, nachträglich gegen Radon abzudichten. 

Mehr Infos auf: https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/radon/schutz/schutz_node.html

Für die Messung des Radongehaltes in der Raumluft gibt es passive Radon-Detektoren, die wie Rauchmelder an der Decke angebracht werden können.

Geräte sowie mehr Infos finden Sie auf: https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/radon/schutz/messen.html

Radon kann bei Menschen Lungenkrebs verursachen. 

Wenn Radon radioaktiv zerfällt, entstehen als kurzlebige Folgeprodukte radioaktive Isotope von Polonium, Wismut und Blei. Sie sind in der Luft überwiegend an Staubteilchen, so genannte Aerosole, angelagert.

Radon und seine Folgeprodukte werden mit der Luft eingeatmet. Während das gasförmige Radon fast vollständig wieder ausgeatmet wird, lagern sich die radioaktiven Folgeprodukte Polonium, Wismut und Blei an das empfindliche Lungengewebe an und zerfallen dort weiter.

Dabei entsteht Alphastrahlung. Diese Strahlung kann die Zellen in der Lunge schädigen, insbesondere das darin enthaltene Erbgut bzw. die DNA. Dadurch kann Lungenkrebs entstehen.

Atmet man Radon und seine radioaktiven Folgeprodukte über einen längeren Zeitraum in erhöhtem Maße ein, steigt das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.

Mehr Infos auf: https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/radon/wirkungen/wirkungen.html

BAUDICHT EPDM bildet nicht nur in Kombination mit der Betonsohle ein radonsicheres Bauteil, sondern dichtet auch zu 100% gegen Feuchtigkeit aus dem Erdreich ab.

Es wird nahezu in einem Stück verarbeitet und bietet somit kaum Spielraum für Mängel in der Verarbeitung.

BAUDICHT EPDM ist extrem dehnfähig (>300 %) und witterungsbeständig, wodurch es eine Lebenserwartung von über 50 Jahren aufweist.

Vorteile im Überblick

– Keine Herstellung einer bestimmten Schichtdicke zur Radondichtheit notwendig
– Flexibel (300 %), witterungs- und UV-beständig
– Vorkonfektionierte Bahnen = bis zu 465 m² in einem Stück
– Radonhemmendes Material
– Schnelle und einfache Herstellung von dichten Durchdringungen und Nähten
– Über 50 Jahre Lebensdauer
– Schnelle und einfache Verarbeitung

In den vergangenen Jahren wurde die Energieeffizienz des Hauses ein wichtiges Thema. Das Ziel im modernen Hausbau ist es, Gebäude so luftdicht wie möglich zu bauen, um möglichst wenig Energie zu verlieren. Eine luftdichte Gebäudehülle, sorgt jedoch dafür, dass ohne ständiges Lüften oder ohne eine Belüftungsanlage keine Luft durch das Haus zirkulieren kann. Hier kann sich das radioaktive Gas länger und in einer höheren Konzentration in der Wohnraumluft anstauen, wodurch das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, exponentiell steigt.

 

Das Strahlenschutzgesetz gibt vor bestmöglich die Sohlenplatte gegen Feuchtigkeit aus dem Erdreich abzudichten. Durch die Abdichtung oberhalb der Sohle werden eine Vielzahl an Nähten benötigt und die Abdichtung oftmals nachträglich zerstört, wodurch Radon nahezu ungehindert in den Wohnraum eintreten kann. Luftdichte Nähte und Anschlüsse sind hierbei maßgeblich. Wir empfehlen die Abdichtung von unterhalb der Sohle, großflächig in einem Stück.